reflections

...and she was always so sad, but she never said a word...

Heute war - wie schon so oft in letzter Zeit - wiedermal ein sch*** Tag... ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll, ich stehe in einen Raum voller Leute, die mit mir reden, denen ich zuhöre, mit denen ich lache und trotzdem könnte ich dabei jeden Augenblick losheulen. Denn im meinem Kopf hämmert nur: "ER, ER, ER!!! Er ist nicht da! Ich wünschte, er wäre hier! Ich liebe ihn! Ich hasse ihn. Aber ich liebe ihn. Ich kann nicht ohne ihn. Wieso ist er nicht bei mir? Wieso kann er ohne mich? Wieso ist er mit ihr so glücklich und vermisst mich nicht einmal? Was mach ich ohne ihn nur? Ich will nicht ohne ihn. Er fehlt mir so." und so weiter... Manchmal würde ich am liebsten einfach ganz laut schreien. Und weinen. Langsam kann ich es nicht mehr zurückhalten.

Ich hoffe, dass das bald wieder vergeht. Zugegeben, auch an den Tagen wo es mir besser geht, kann man noch lange nicht davon reden, dass es mir auch wirklich gut geht. Davon bin ich meilenweit entfernt. Aber zumindest ist es da nicht ganz so schlimm, wie an Tagen wie heute.

Heute hatte ich wahnsinnig viel zu tun, man sollte meinen, ich wäre eigentlich die ganze Zeit abgelenkt gewesen. Aber selbst in diesem Tun denk ich mir manchmal nur "wann kann ich endlich zu meinem Blog - es gibt so viel was ich aufschreiben will". Und dann hab ich endlich die Gelegenheit dazu, mir alles von der Seele zu schreiben, und dann habe ich aber irgendwie immer das Gefühl, ich finde nicht die richtigen Worte.

Das mit dem "von der Seele schreiben" ist ja auch so eine Sache. Man hört von allen Seiten, aufschreiben ist gut. Wenn man nicht reden kann, dann soll man es zumindest aufschreiben. Und das tue ich. Zumindest manches davon. Aber die Sache ist schwieriger als ich dachte. Ich dachte, wenn ich mir Sachen von der Seele schreibe, wird es besser - aber stattdessen kommt immer mehr nach und mir fällt immer mehr ein, was ich noch alles gerne loswerden würde. Wieso wird es nicht weniger?

Und dann poste ich einen Blog-Eintrag und denke mir - da ist noch so viel unausgesprochenes. Noch so viel, was ich noch nicht gesagt hab. Noch so viel, was ich erwähnen möchte. Aber es ist so schwierig. Da sind so viele Gedanken auf einmal - viel zu viele - die kann ich einfach nicht alle sofort erfassen. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit, denn es ist einfach zu viel. Aber um einige Punkte zu nennen, die ich noch loswerden möchte (nicht jetzt, dazu bin ich zu aufgewühlt, aber in weiteren Posts...): das Thema Vertrauen. Freunde. Essstörung. Suizid. ein paar Liedtexte. und vieles vieles mehr...
Aber im Moment bin ich irgendwie so durcheinander und kann meine Gedanken nicht ganz ordnen. Alles zu sprunghaft. Manchmal denk ich einfach nur mehr: Ich kann nicht mehr. Ich halt das nicht mehr aus. Es ist einfach ZU VIEL!
Aber was, was, WAS soll ich denn dagegen machen? Es bringt nichts, zu sagen "ich kann nicht mehr", denn ich muss ja doch weitermachen. Es bringt nichts, zu denken "Ich halt das nicht mehr aus", denn ändern kann ich es nicht. Aber langsam komme ich an meine Grenzen...

 

 

 

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 ...it turns out freedom ain't
nothing but missing you and wishing I'd realized what I had when you were mine...

 

17.10.10 23:23

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